Jooni

An exemplary photo of a Fir bonsai

Fir

4 Spezies

Spezies

Abies alba Abies koreana Abies lasiocarpa Abies lasiocarpa var. arizonica

Die Tanne (Abies spp.; für Bonsai vor allem die Koreatanne A. koreana, die Japanische Tanne A. firma und die Nikko-Tanne A. homolepis) ist ein frostharter immergrüner Nadelbaum aus kühlen Bergwäldern. Ein Tannen-Bonsai ist ein Freilandbonsai, der eine kalte Winterruhe braucht und unter heißen, trockenen Sommern leidet.

Er eignet sich eher für Gestalter mit etwas Erfahrung als für absolute Einsteiger, vor allem weil Tannen aus kahlem, altem Holz kaum austreiben und Hitze nicht mögen. Dafür ergeben die weichen, flachen Nadeln, die natürlich in Etagen stehenden Äste und bei der Koreatanne die aufrechten violettblauen Zapfen einen sehr eleganten, waldartigen Nadelbaum-Bonsai.

Auf einen Blick Abies spp.

Schwierigkeit
Fortgeschritten
Standort
Draußen
Licht
Sonne bis Halbschatten
Gießen
Mäßig
Mindesttemperatur
-10°C
Laub
Immergrün

Düngen

Düngen Sie vom Frühjahr bis zum Frühherbst einmal im Monat mit festem organischem Dünger oder alle 1–2 Wochen mit halb dosiertem ausgewogenem Flüssigdünger. Junge Bäume im Aufbau dürfen mehr bekommen, verfeinerte Bäume weniger, damit Nadeln und Internodien kurz bleiben.

  • Während der Winterruhe nicht düngen.
  • Überdüngung vermeiden, sie führt zu langen, groben Nadeln.

Platzierung

Halten Sie den Baum das ganze Jahr im Freien in Sonne bis Halbschatten, im Sommer mit Schutz vor der heißen Nachmittagssonne. Tannen stammen aus kühlen, feuchten Bergregionen, daher hilft bei Hitzewellen ein Schattiernetz.

Tannen sind sehr winterhart, die Wurzeln in der Schale jedoch deutlich weniger. Schützen Sie die Schale bei Frost unter etwa -10 °C, etwa in einem Frühbeet oder einem unbeheizten Gewächshaus mit gutem Licht und guter Lüftung.

Beschneiden

Kneifen oder schneiden Sie im Frühjahr die weichen Neutriebe zurück, sobald sie sich strecken, und entfernen Sie dabei den stärksten Mitteltrieb jedes Büschels, um die Kraft auszugleichen. Lassen Sie an jedem Ast immer Nadeln stehen, denn Tannen treiben aus kahlem Holz kaum aus.

Gestaltungsschnitte erfolgen im Spätherbst oder Spätwinter, außerhalb der Wachstumszeit. Lassen Sie an entfernten Ästen längere Stummel stehen und gestalten Sie sie später zu Jins.

  • Vom Herbst bis zum Spätwinter drahten, wenn der Baum nicht wächst.
  • Äste brauchen lange, bis sie in Position bleiben; für dicke Äste Abspanndrähte verwenden.
  • Den Draht entfernen, bevor er einwächst; Narben bleiben auf Tannenrinde jahrelang sichtbar.

Umtopfen

Topfen Sie junge Bäume alle 2–3 Jahre und ältere alle 3–5 Jahre um, im zeitigen Frühjahr, wenn die Knospen zu schwellen beginnen. Schneiden Sie die Wurzeln mäßig und nie mehr als etwa ein Drittel.

  • Eine durchlässige Mischung aus Akadama, Bims und Lava zu etwa gleichen Teilen verwenden.
  • Tannen bevorzugen leicht saure Bedingungen, etwa pH 5,5–6,5.
  • Auf freien Wasserabzug achten: Tannen faulen in nassem Substrat schnell.

Bewässerung

Gießen Sie durchdringend, wenn die Oberfläche abzutrocknen beginnt, und vermeiden Sie sowohl Trockenheit als auch Dauernässe. Besprühen Sie die Nadeln im Sommer zusätzlich abends, denn Tannen lieben kühle, feuchte Luft.

  • Im Winter weniger gießen, den Ballen aber nie austrocknen lassen, auch wenn sich Frost und milde Phasen abwechseln.
  • Bei hartem, kalkhaltigem Leitungswasser Regenwasser verwenden.

Pflege im Jahresverlauf

  • Frühling: Alle 3–5 Jahre beim Knospenschwellen umtopfen, mit dem Düngen beginnen und die Neutriebe kneifen, sobald sie sich strecken. Zarte Triebe vor Spätfrösten schützen.
  • Sommer: Den Baum vor der Nachmittagssonne schattieren, sorgfältig gießen und abends besprühen. Weiter halb dosiert düngen.
  • Herbst: Im Frühherbst das Düngen einstellen und nach Wachstumsende Gestaltungsschnitt und Drahtung durchführen.
  • Winter: Den Baum im Freien ruhen lassen und die Schale bei Frost unter etwa -10 °C schützen. Sparsam gießen und den Draht kontrollieren.

Häufige Probleme

Die meisten Probleme bei Tannen-Bonsai entstehen durch Hitze, nasse Wurzeln oder einige saugende Schädlinge.

  • Braune Nadelspitzen und Nadelfall: Meist durch Sommerhitze, pralle Sonne oder einen ausgetrockneten Ballen. Für Nachmittagsschatten sorgen, abends besprühen und gleichmäßig gießen.
  • Wurzelfäule: Vergilbende Nadeln und schwacher Austrieb in dauernd nassem Substrat. In eine durchlässige Mischung umtopfen und die Oberfläche zwischen den Wassergaben leicht abtrocknen lassen.
  • Tannenläuse: Weiße, wollige Flocken an Trieben und Nadeln, manchmal mit verformtem Austrieb. Abspülen und mit Paraffinöl oder Kaliseife behandeln.
  • Spinnmilben: Gesprenkelte, matte oder gelbliche Nadeln, besonders bei heißem, trockenem Wetter. Die Nadeln regelmäßig besprühen und bei Bedarf ein Akarizid einsetzen.