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Daphne

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Spezies

Daphne x burkwoodii

Der Seidelbast (Daphne) ist ein kleiner, langsam wachsender Blütenstrauch, der für seine intensiv duftenden Frühlingsblüten geschätzt wird. Als Bonsai wird meist Burkwoods Seidelbast (Daphne × burkwoodii) verwendet, eine halbimmergrüne Hybride; der Duft-Seidelbast (Daphne odora) ist immergrün und etwas weniger frosthart. Ein Seidelbast-Bonsai gehört ins Freie und braucht eine kühle Winterruhe, um zu blühen.

Er eignet sich für Gestalter mit etwas Erfahrung: Seidelbast verträgt Wurzelstörungen, starken Rückschnitt und nasse Erde schlecht und kann bei Stress plötzlich zusammenbrechen. Alle Pflanzenteile, auch die Beeren, sind stark giftig, und der Saft kann die Haut reizen; tragen Sie beim Schneiden Handschuhe und halten Sie ihn von Kindern und Haustieren fern.

Auf einen Blick Daphne × burkwoodii

Schwierigkeit
Fortgeschritten
Standort
Draußen
Licht
Sonne bis Halbschatten
Gießen
Mäßig
Mindesttemperatur
-10°C
Laub
Halbimmergrün

Düngung

Seidelbast braucht wenig Dünger. Düngen Sie vom Ende der Blüte bis zum Spätsommer alle 2 Wochen mit halb dosiertem Volldünger oder einmal im Monat mit festem organischem Dünger.

  • Wählen Sie einen Dünger für Blühpflanzen oder Moorbeetpflanzen statt eines stickstoffbetonten Düngers.
  • Im Herbst und Winter nicht düngen.
  • Nach dem Umtopfen etwa 4 Wochen mit dem Düngen warten.

Standort

Halten Sie den Seidelbast ganzjährig im Freien an einem hellen Platz mit Morgensonne und leichtem Schatten in der heißesten Tageszeit. Er mag kühle Wurzeln, schützen Sie deshalb auch den Topf vor starker Sommersonne.

Burkwoods Seidelbast ist frosthart, doch die Wurzeln im Topf sind ungeschützter als im Boden: Schützen Sie den Topf unter -10°C im Frühbeet oder ungeheizten Gewächshaus. Der Duft-Seidelbast ist empfindlicher und sollte unter etwa -5°C geschützt stehen. Halten Sie Seidelbast nicht im Zimmer; er braucht Winterkälte, gutes Licht und frische Luft.

Beschneiden

Schneiden Sie nur direkt nach der Blüte. Die Blütenknospen für das nächste Frühjahr bilden sich im Sommer, jeder spätere Schnitt entfernt also die Blüten des Folgejahres.

  • Triebe, die die Silhouette stören, knapp über einem Blatt einkürzen.
  • Tote oder sich kreuzende Zweige entfernen, aber nie stark ins alte, kahle Holz schneiden, das kaum wieder austreibt.
  • Größere Schnittwunden verschließen, da Seidelbast langsam verheilt.

Junge und mittelstarke Äste lassen sich drahten, und frei aufrechte Formen sowie Kaskaden passen zu seinem natürlichen Wuchs. Verwenden Sie zur Aststärke passenden Draht und kontrollieren Sie ihn oft, denn die dünne Rinde wird leicht beschädigt.

Umtopfen

Seidelbast reagiert sehr empfindlich auf Wurzelstörungen. Topfen Sie nur alle 2-3 Jahre um, im zeitigen Frühjahr vor dem Austrieb oder direkt nach der Blüte, und entfernen Sie höchstens ein Viertel der Wurzeln.

  • Den Wurzelballen behutsam behandeln und den Wurzelschnitt auf ein Minimum beschränken.
  • Ein sehr durchlässiges Substrat verwenden, etwa Akadama mit Bims, leicht sauer bis neutral (pH 6-7).
  • Den Baum bis zum Neuaustrieb im lichten Schatten und windgeschützt halten.

Bewässerung

Seidelbast braucht gleichmäßige Feuchtigkeit, aber nie Staunässe, die schnell zu Wurzelfäule führt. Gießen Sie, wenn die oberen 1-2 cm der Erde trocken sind, und prüfen Sie im Sommer täglich, denn kleine Schalen brauchen dann oft jeden Tag Wasser.

  • Im Herbst und Winter weniger gießen, den Ballen aber nicht austrocknen lassen.
  • Nach dem Umtopfen hilft Besprühen des Laubs bei der Erholung.
  • Bei sehr hartem Leitungswasser Regenwasser oder weiches Wasser verwenden.

Pflege im Jahresverlauf

  • Frühling: Die duftenden Blüten genießen und sofort nach dem Verblühen leicht schneiden. Bei Bedarf vor dem Austrieb oder direkt nach der Blüte umtopfen.
  • Sommer: Morgensonne geben, vor der heißesten Sonne schützen und den Topf beschatten. Sparsam düngen, vorsichtig gießen und nicht schneiden, da sich jetzt die Blütenknospen bilden.
  • Herbst: Das Düngen einstellen und weniger gießen, wenn das Wachstum nachlässt. Burkwoods Seidelbast kann einige Blätter abwerfen, was bei einer halbimmergrünen Pflanze normal ist.
  • Winter: Den Baum für seine kühle Ruhe draußen lassen und den Topf unter -10°C schützen. Nur gießen, wenn die Erde anzutrocknen beginnt.

Häufige Probleme

Seidelbast ist empfindlich, und die meisten Probleme beginnen an den Wurzeln.

  • Plötzliches Welken und Absterben: Meist Wurzelfäule durch Staunässe oder beschädigte Wurzeln. Ein sehr durchlässiges Substrat verwenden, den Topf nie im Wasser stehen lassen und die Wurzeln so wenig wie möglich stören.
  • Gelbe Blätter: Oft Chlorose durch zu kalkhaltige Erde oder zu viel Wasser. Weiches Wasser, ein leicht saures Substrat und einen eisenhaltigen Dünger verwenden.
  • Gescheckte, verformte Blätter: Anzeichen einer Virusinfektion, die oft von Blattläusen übertragen wird. Es gibt keine Heilung, daher Blattläuse bekämpfen und stark befallene Pflanzen entsorgen.
  • Wenige Blüten: Ursache sind ein Schnitt nach der Knospenbildung, zu wenig Licht oder zu viel Stickstoff. Nur direkt nach der Blüte schneiden und sparsam düngen.