Jooni

An exemplary photo of a Cotoneaster bonsai

Cotoneaster

5 Spezies

Spezies

Cotoneaster adpressus Cotoneaster cashmiriensis Cotoneaster horizontalis Cotoneaster integrifolius Cotoneaster acutifolius

Die Zwergmispel (Cotoneaster spp., meist die Fächer-Zwergmispel C. horizontalis oder kleinblättrige Arten wie C. microphyllus) ist ein winterharter Strauch aus der Familie der Rosengewächse. Ein Zwergmispel-Bonsai ist ein Freilandbonsai, der eine kühle Winterruhe braucht; je nach Art ist er laubabwerfend, halbimmergrün oder immergrün.

Er gehört zu den einfachsten Bonsai für Einsteiger: Er verträgt kräftigen Rückschnitt, treibt willig wieder aus und bildet schnell eine dichte, feine Verzweigung. Winzige Blätter, weiße oder rosa Frühlingsblüten, leuchtend rote Beeren im Herbst und bei laubabwerfenden Arten eine rote Herbstfärbung machen ihn das ganze Jahr attraktiv.

Auf einen Blick Cotoneaster spp.

Schwierigkeit
Anfänger
Standort
Draußen
Licht
Volle Sonne
Gießen
Mäßig
Mindesttemperatur
-5°C
Laub
Halbimmergrün

Düngen

Düngen Sie vom Frühjahr bis zum Frühherbst, entweder alle 1–2 Wochen mit Flüssigdünger oder einmal im Monat mit festem organischem Dünger. Ein ausgewogener Dünger mit reichlich Phosphor und Kalium fördert Blüte und Beeren.

  • Während der Winterruhe nicht düngen und erst mit dem Austrieb im Frühjahr wieder beginnen.
  • Nach dem Umtopfen etwa 4 Wochen pausieren.

Platzierung

Halten Sie den Baum das ganze Jahr im Freien in voller Sonne; in sehr heißen Sommern verhindert leichter Nachmittagsschatten Blattbrand. Ausgepflanzt ist er winterhart, die Wurzeln in einer flachen Schale aber nicht, daher sollten Sie die Schale bei Frost unter etwa -5 °C schützen.

  • Im Winter einen geschützten Platz, ein Frühbeet oder einen unbeheizten Schuppen mit etwas Licht nutzen.
  • Für gute Luftzirkulation sorgen, aber vor starkem, austrocknendem Wind schützen.
  • Nicht im Haus halten: Er braucht die kalte Winterruhe.

Beschneiden

Die Zwergmispel reagiert sehr gut auf Schnitt. Entfernen Sie tote, schwache oder sich kreuzende Äste im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr vor dem Austrieb. Lassen Sie während der Wachstumszeit Triebe 6–8 Blätter bilden und schneiden Sie sie dann auf 2–3 Blätter zurück.

Die Blüten entstehen an Kurztrieben am älteren Holz. Schneiden Sie die neuen Triebe erst nach der Blüte statt im Frühjahr, wenn Sie Blüten und Beeren möchten.

Junge, leicht biegbare Äste können Sie außerhalb starker Fröste jederzeit drahten. Alte Äste werden steif und brüchig; formen Sie sie mit Abspanndrähten und achten Sie beim Dickenwachstum auf Drahtspuren.

Umtopfen

Topfen Sie junge Bäume alle 2 Jahre und ältere alle 3–4 Jahre um, im zeitigen Frühjahr kurz vor dem Knospenaufbruch. Der Baum verträgt Wurzelschnitt gut, Sie können bis zu einem Drittel der Wurzelmasse entfernen.

  • Eine durchlässige Mischung aus Akadama, Bims und Lava verwenden.
  • Die Zwergmispel stellt keine Ansprüche an den pH-Wert und wächst in leicht saurem bis kalkhaltigem Substrat.

Bewässerung

Gießen Sie durchdringend, sobald sich die Oberfläche trocken anfühlt, im Sommer oft täglich. Kurze Trockenphasen übersteht der Baum, am besten wächst er aber in gleichmäßig feuchtem, nie nassem Substrat.

  • Im Winter deutlich weniger gießen, den Ballen aber nie ganz austrocknen lassen.
  • Normales Leitungswasser ist geeignet.

Pflege im Jahresverlauf

  • Frühling: Alle 2–4 Jahre kurz vor dem Knospenaufbruch umtopfen und mit dem Austrieb zu düngen beginnen. Die weißen oder rosa Blüten genießen.
  • Sommer: Bei Hitze täglich gießen und den Baum in voller Sonne halten, bei Hitzewellen mit etwas Nachmittagsschatten. Neue Triebe nach der Blüte auf 2–3 Blätter zurückschneiden.
  • Herbst: Die roten Beeren reifen, laubabwerfende Arten färben sich rot, bevor sie die Blätter verlieren. Das Düngen einstellen, sobald das Wachstum endet.
  • Winter: Im Freien ruhen lassen und die Schale bei Frost unter etwa -5 °C schützen. Gestaltungsschnitt im Spätwinter durchführen.

Häufige Probleme

Die Zwergmispel ist robust, hat aber wie andere Rosengewächse einige typische Schädlinge und Krankheiten.

  • Feuerbrand: Triebspitzen und Blüten werden plötzlich schwarzbraun wie verbrannt, die Spitze krümmt sich hakenförmig. Befallene Äste weit ins gesunde Holz zurückschneiden, das Werkzeug nach jedem Schnitt desinfizieren und das Schnittgut im Restmüll entsorgen.
  • Blattläuse und Blutläuse: Eingerollte junge Blätter oder weiße, wollige Kolonien an der Rinde. Mit Wasser abspülen und bei starkem Befall mit Kaliseife behandeln.
  • Spinnmilben und Schildläuse: Gesprenkelte, matte Blätter mit feinen Gespinsten oder braune Höcker an den Zweigen. Bei trockener Hitze besprühen und mit Paraffinöl behandeln.
  • Wurzelfäule: Vergilbende Blätter und absterbende Triebe in dauernd nassem Substrat. Eine durchlässige Mischung verwenden und die Oberfläche zwischen den Wassergaben leicht abtrocknen lassen.